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Pille in den Medien

Die Antibabypille bedeutet für Frauen sexuelle Freiheit. Doch einige dieser Hormonpräparate sind sehr umstritten. Felicitas Rohrer glaubt, dass die kleine Pille ihr vor allem großes Leid brachte. Die junge Frau aus Willstätt klagt gegen den Pharmariesen Bayer. Sie behauptet, an den gefährlichen Nebenwirkungen der Pille 2011 fast gestorben zu sein.

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Mehr Fehlgeburten, mehr Trennungen ...

Am Mittwoch, dem 13. August 2008, veröffentlichte das Online-Portal n-tv.de unter der Überschrift “Partnerwahl mit der Nase” einen Artikel über die Wirkungen der Pille. Der Artikel beschreibt aufgrund eine Studie der Universität Liverpool, dass die Pille schlecht für die Partnerwahl sei und sogar das Ende einer Beziehung einläuten könne. Frauen fühlten sich normalerweise anhand des Geruchs von Männern angezogen, die von ihnen genetisch verschieden sind, was gut sei für die Widerstandskräfte des Nachwuchses. Die Pille führe dazu, dass Frauen sich eher genetisch ähnliche Partner aussuchten.

Das könne zu mehr Fehlgeburten und Empfängnisproblemen und in der Folge zu einem schlechteren Immunsystem des Kindes führen. Frauen mit Pille interessieren sich mehr für genetisch ähnliche Männer. Daraus könnten Fruchtbarkeitsprobleme resultieren, Beziehungen könnten auch nach Absetzen der Pille auseinander brechen, weil Frauen ihren Partner dann nicht mehr attraktiv finden. Der vollständige Bericht unter:

 N-TV

 

Der richtige Riecher

Immunsystem entscheidet Partnerwahl

Die Rheinische Post schreibt am 12.12.2001 über eine Studie zweier Gewässerkundler, die in der renommierten Zeitschrift NATURE veröffentlicht wurde.

Danach hilft der Körpergeruch Stichlingsweibchen, die besten Sexualpartner zu finden. Widerstandsfähige Männchen riechen attraktiver als ihre Rivalen mit schlechterem Immunsystem. Ausschlaggebend dafür sind die Gene. Sie spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem bei der Identifizierung und Ausschaltung schädlicher Stoffe. Eine Kombination verschiedener Gene verbessert das Immunsystem.

Auch bei Menschen greifen solche Selektionsmechanismen.  Das zeigen Tests, bei denen Frauen den Geruch getragener T-Shirts von Männern beurteilen sollten. Das Ergebnis: Die Frauen konnten die T-Shirts mit unterschiedlichem Immunsystem besser riechen als solche mit ihrem eigenen. Immunologische Gegensätze ziehen sich also auch beim Menschen magisch an. Der vollständige Bericht unter:

 RHEINISCHE POST

 

Unterschiede machen treu

Am 13.11.2006 konnte man im Online-Portal wissenschaft.de lesen, dass die Neigung zum Fremdgehen eines Paares um so geringer ist, je unterschiedlicher das Immunsystem eines Paares ist. Das Team aus amerikanischen Biologen und Psychologen untersuchte 48 Paare in fester Beziehung. Wenn die  Paare genetisch ähnlicher waren, gab es mehr Unzufriedenheit bei den Frauen und sie gingen öfter fremd, ganz egal, welche Einstellung die Frauen zu Seitensprüngen hatten. Frauen mit ähnlichem Immunsystem wie ihre Partner fühlten sich mehr zu anderen Männern hingezogen als Frauen mit unähnlichem Immunsystem. Der vollständige Bericht unter:

PSYCHOLOGICAL SCIENCE

 

Bleibender Lustverlust

Im Online-Portal wissenschaft.de konnte man am 26.05.2005 unter der Rubrik GESUNDHEIT lesen, dass die Pille das sexuelle Verlangen ein Leben lang beeinträchtigen kann, selbst, wenn die Pille schon lange nicht mehr genommen wird. Das hängt damit zusammen, dass die Pille einen Eiweißstoff (sexualhormonbindendes Globulin SHBG) fördert, der Sexualhormone abbaut. Diese Wirkung besteht nach Absetzen der Pille fort. 125 junge Frauen waren in einer Klinik für Sexualstörungen untersucht worden. Lange nach Absetzen der Pille war die Konzentration des SHBG immer noch siebenmal höher als bei Frauen, die nie die Pille genommen hatten. Ausführliche Berichte unter:

NEW SCIENTIST

SOULCYSTERS

FRAUENGESUNDHEITSZENTRUM.EU

NCBI - PUBMED

WILEY ONLINE: The Journal of SEXUAL MEDICINE

 

Die Pille polt die Nase um

Frauen erkennen am Körperduft, welche Männer genetisch gut zu ihnen passen. Wie SCIENCE at ORF.AT am 13.08.2008 schreibt, polt die Anti-Baby-Pille diese Tendenz um. Frauen mit Pille finden den Geruch von Männern anziehend, die bezüglich evolutionärer Fitness eher wenig Erfolg versprechen. Die erste Studie dieser Art lief in den Siebzigern in Japan. 20 Jahre später fanden Schweizer Forscher - Claus Wedekind von der Universität Lausanne - ähnliches heraus. Frauen bevorzugen während des Eisprunges nach dem Geruch die Männer, die sich genetisch von ihnen stark unterscheiden, was evolutionär gut ist. Die Pille verdreht also das Geruchsempfinden in evolutionär ungünstige Richtung. Vermehrt treten Probleme bei der Befruchtung auf und das Risiko von Fehlgeburten ist erhöht. Der vollständige Bericht unter:

SCIENCE ORF ÖSTERREICH

 

Pille lässt Frauen auf falsche Männer fliegen

Auch SPIEGEL ONLINE widmete sich am 13.08.2008 diesem Thema. “Die Pille mag vor ungewollter Schwangerschaft schützen, sie ist aber schlecht für die Wahl des Partners.” Frauen mit Pille haben einen veränderten Geruchssinn. Sie wählen andere Partner aus als ohne Pille. Nach Absetzen der Pille droht das Beziehungsende. Der vollständige Bericht unter:

SPIEGEL ONLINE: WISSENSCHAFT

 

Verhütung

Am selben Tag wie der SPIEGEL meldet auch WELT ONLINE, dass die Antibabypille die Partnerwahl beeinflusst. Ausführlicher Bericht unter:

WELT ONLINE

 

Pharmaskandal: Antibabypille Yasmin führt zu Todesfällen in Deutschland

Am 23.06.2009 meldet das Portal LifeGen.de, der BAYER-Konzern verschweige der Öffentlichkeit Todesfälle, die durch Antibabypillen entstanden. Das Portal schreibt, der Konzern verschweige die Zahl von schweren Nebenwirkungen und Todesfällen, um “die Frauen nicht zu verunsichern.”

Die Gewinne durch Verhütungspillen seien “gigantisch” - mit Yasmin und Yaz habe BAYER allein im Jahr 2008 1,2 Milliarden Euro verdient.

Auch die unabhängig weil werbefrei urteilende Fachzeitschrift arznei-telegramm habe zur Markteinführung von Yasmin und Petibelle gewarnt, dass sie angesichts der dürftigen Risikoinformationen den Gebrauch von Petibelle und Yasmin für nicht begründbar hält. Der vollständige Bericht unter:

LifeGen

 

“Gar nicht dufte”

Dass hormonelle Verhütungsmittel auch bei Tieren den Körpergeruch verändern, ist Resultat einer Studie an Lemuren. Dies berichtet das Online Portal WISSENSCHAFT.DE am 28.07.2010. Die Lemuren änderten infolge der Verhütungsmittel ihr Sozial- und Sexualverhalten. Die Männchen hatten kaum Interesse an Weibchen, die die Dreimonats-Spritze erhalten hatten. Hormonelle Empfängnisverhütung bei Primaten in Zoos führen oft zu Aggressionen, da die soziale Stellung der Tiere - die ebenfalls per Geruch vermittelt wird - durcheinander gerät. Der vollständige Bericht unter:

BILD DER WISSENSCHAFT

 

Fünf Todesfälle

Die Internetzeitung Hwelt meldet am 1.August 2009 fünf Tote unter deutschen Nutzerinnen von Bayer-Verhütungspillen für das vergangene Jahr. Das hatte die Zeitung DIE ZEIT vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erfahren. Bis April 2009 war Bayer wegen Nebenwirkungen weltweit von 1750 Pillennutzerinnen verklagt worden.

Der dafür mit verantwortliche Stoff - Drospirenon - findet sich laut Artikel in den Pillen Yasmin, Yaz und Yasminelle. Der vollständige Bericht unter:

DIE ZEIT

 

Eine Pille mit bitteren Nebenwirkungen...

überschreibt die MITTELBAYERISCHE Zeitung am 18.09. einen aufrüttelnden Artikel über die Pille. Die Pille habe in den letzten 50 Jahren vieles verändert, und einiges davon zum Schlimmen. Das Blatt berichtet über eine 28jährige und eine 25jährige Frau, eine war als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert worden und bereits klinisch tot - wegen Thrombose (beidseitige Lungenembolie) im Zusammenhang mit der Pille Yasminelle.

Ein Rechtsanwalt argumentiert nach dem Blatt, Yasmin, Yasminelle und Yaz enthielten den Wirkstoff Drospirenon, der ein wesentlich größeres Thromboserisiko beinhalte als andere Pillen. Noch dazu würden diese Pillen beworben wie Wellness- und Lifestyle-Artikel. Der vollständige Bericht unter:

MITTELBAYERISCHE

 

Pillen-Klagen: Der Feel-Bad-Faktor - Patienten verklagen Pharmariesen

Unter diesen Stichworten beschäftigt sich die WIRTSCHAFTSWOCHE mit den Klagen Geschädigter gegen Pharmamultis.

Im ersten geschilderten Fall klagt ein Ehemann, dessen Frau seiner Meinung nach an der Einnahme des Depressionsmittels Zoloft starb, gegen den Konzern PFIZER. Eine 61jährige Geschädigte aus der Region München klagt gegen MSD Sharp&Dohme “wegen Herzinfarkt und Schlaganfalls” durch das Mittel Vioxx. Eine 26jährige Tierärztin hat vor, gegen BAYER zu klagen. Sie erlitt eine doppelte Lungenembolie und fühlt sich als Opfer der Pille Yasminelle. Die Blutgerinnsel in ihrer Lunge führten dazu, dass sie das Bewusstsein verlor, 20 Minuten lang war sie klinisch tot. Seither leidet sie unter Spätfolgen - kann nicht stehen, sitzen, sich konzentrieren, hat Albträume, Angststörungen und kann wegen Blutverdünnern, die sie einnehmen muss, keine Kinder bekommen.

Zahlen laut WiWo:

  • 4,9 Milliarden Dollar zahlte Merck & Co wegen Vioxx
  • 50 Millionen zahlte Grünenthal an Contergan-Geschädigte
  • 1,3 Milliarden Euro Umsatz macht Bayer mit Yasmin
  • 2700 Klagen in den USA gegen Bayer wegen Yasmin

Der WIWO - Artikel geht weiter darauf ein, wie die Pharmariesen bisher mit Klagen umgingen (“mit Standardfloskeln abgespeist”) und welche Ansprüche Geschädigte über ihre Anwälte geltend machen. - Es wird berichtet, dass die Contergan-Geschichte der Firma Grünenthal noch lange nicht zuende ist und dass die Politik sich allmählich der Sache der Geschädigten annimmt. Der vollständige Bericht unter:

WIRTSCHAFTSWOCHE

“Pille beschert reproduktive Krankheit”

Mit diesen Worten leitet die katholische TAGESPOST am 13.12.2010 einen Artikel ein, der sich mit den laut Tagespost gravierenden Gesundheitsrisiken der Anti-Baby-Pille beschäftigt.

Der Artikel zitiert einen Beitrag in der vom Wiener Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik IMABE herausgegebenen Zeitschrift “Imago Hominis”, in dem von signifikant erhöhter Anfälligkeit für Thromboembolien, Schlaganfällen und Mammakarzinomen (Brustkrebs) die Rede ist. Weiter ist die Rede davon, dass mit jeder neu entwickelten Pillengeneration die Risiken und Nebenwirkungen nicht beseitigt, sondern nur verlagert wurden. In den Pillen der zweiten und dritten Generation sei der Anteil der Östrogene zunehmend reduziert worden, wodurch kardiovaskuläre Risiken sich verringerten. Dafür stieg das Thrombose-Risiko wegen der neu enthaltenen Gestagene etwa auf das Doppelte verglichen mit Präparaten der zweiten Generation an. Das Risiko wird für gesunde junge Frauen zunächst als gering beschrieben, steige jedoch multiplikativ mit anderen Faktoren wie Übergewicht, Rauchen, Hypertonie, Diabetes an - für einen Infarkt auf das zweieinhalbfache, bei Raucherinnen auf das Achtfache, bei rauchenden Pillenanwenderinnen auf das 20fache.

Zudem könne die regelmäßige Einnahme der Pille Krebs verursachen - die Wahrscheinlichkeit für Eierstockkrebs verringere sich, dafür erhöhe sich die für Brustkrebs. Wegen des allgemein häufigeren Auftretens von Brustkrebs handele es sich hier um einen “Schutz vor dem seltenen bei gleichzeitiger Förderung des Häufigen” - das sei unter dem Strich eine ungünstige Wirkung der Pille.

Die Autoren schließen ihren ausführlichen Artikel mit den Worten:

    „Die Versprechungen der Pillenbefürworter“ hätten sich „zum Teil dramatisch in ihr Gegenteil verkehrt“. Statt von „reproduktiver Gesundheit“ müsse von „reproduktiver Krankheit“ gesprochen werden. Bereits in der Einleitung hatten die Autoren vermerkt: „Aus ärztlicher Sicht“ handele es sich bei der Einführung der Pille insofern um ein „Novum“, „als deren Verschreibung im Allgemeinen“ nicht als Heilbehandlung betrachtet werden könne. Vielmehr werde gesunden Frauen „ein hochpotentes Hormonpräparat mit erheblichen Nebenwirkungen“ verabreicht, das deren Empfängnisfähigkeit denaturiert.“ Damit werde „der Auftrag des Arztes zur Heilung von Krankheiten in sein Gegenteil verkehrt.“

Der vollständige Bericht unter:

DIE TAGESPOST

“Apotheke im Fluss - Medikamente verseuchen die Gewässer”

war das Stichwort von BILD DER WISSENSCHAFT ONLINE am 13.03.2002. In den USA sind Flüsse und Seen mit Medikamenten verseucht. In 139 von Forschern untersuchten Gewässern wurden Reste von 82 verschiedenen Medikamenten gefunden: Schmerzmittel, weibliche Sexualhormone, Herzmedikamente. Die Medikamentenreste in den Gewässern sind dabei immer noch so konzentriert, dass sie den Lebewesen in den Gewässern wie z. B. Fische und Kleinstlebewesen erheblich schaden. Die Medikamentenreste gelangen durch menschliche Ausscheidungen letztlich in Flüsse und Seen hinein, da Kläranlagen sie nicht vollständig abbauen können. Der vollständige Bericht unter:

BILD DER WISSENSCHAFT - NEWSTICKER

Dieser Link öffnet im Archiv von Bild der Wissenschaft das Heft 3 / 2002 mit seinen 339 Artikeln; unter der Artikelliste kann mit der Suchfunktion nach dem oben angegebenen Titel (“Apotheke im Fluss ...”) gesucht werden, der dort durch Anklicken abrufbar ist.

 

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